Sonderausstellungen

 


Unsere Frauen. Im Schloss gelebt, gedient, gehütet


9. Mai bis 14. Oktober 2018



«Unsere Frauen» stehen für einmal im Zentrum. Ausgewählte Frauen quer durch die vergangenen Epochen, die mit Schloss Jegenstorf in Zusammenhang stehen. Sie stammen aus dem gehobenen Bürgertum und dem Patriziat wie die ehemaligen Schlossherrinnen und Herrschaftstöchter. Oder gehören der dienenden Schicht an wie die Köchin, das Dienstmädchen und die Wäscherin.

Hinzu kommen spannende Frauen, die in der Sammlung von Schloss Jegenstorf bildhaft vertreten sind. Darunter etwa die Amazone und Spionin Katharina von Wattenwyl oder die in der Pariser Gesellschaft hofierte Orientalin Aïssé. Einblicke in die Lebensbilder, Schicksale und Geschichten dieser und anderer weiblicher Charaktere widerspiegeln den Alltag und die Stellung der Frau in den vergangenen Jahrhunderten.

Die Sonderausstellung der Stiftung Schloss Jegenstorf, die durch das ganze Schloss führt, gipfelt zuoberst in einer Kabinettausstellung zu Ehren der verstorbenen Schweizer Frauenrechtlerin Marthe Gosteli (1917-2017). Mit der von ihr gegründeten Stiftung und des Archivs zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung hat sie den vielen vergessen Frauen ein Gedächtnis gegeben. Die Thematische Erweiterungsschau zu «Unsere Frauen» wird von der Gosteli-Stiftung kuratiert.

Wir bieten Führungen in D/F/E durch die Sonderausstellung an.

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Katharina von Wattenwyl ©Château de La Sarraz

 
 

Klöppelkunst – echt Spitze!


1. bis 19. August 2018

Kunsthandwerk aus Frauenhand – zwischen Tradition und Moderne: Verschiedenste herausragende und prämierte Schweizer Spitzenarbeiten ausgestellt in den Interieurs von Schloss Jegenstorf (Grosser Salon, Bibliothek und Wernersaal). Die Sonderausstellung, kuratiert von Annelis Bieri, Klöppelleiterin Vereinigung Schweizerischer Spitzenmacherinnen VSS, wird ergänzt durch Präsentationen von Klöpplerinnen aus Jegenstorf und Umgebung, die in den Ausstellungsräumen ihre Spitzenkunst täglich live vorführen. Ein Höhepunkt der kleinen Sonderausstellung bildet der «Tag der Spitze» der Vereinigung Schweizerischer Spitzenmacherinnen VSS am Sonntag, 5. August, 11 bis 17 Uhr. Zudem findet am Freitag, 3. August, ein Klöppelworkshop für Kinder statt. 
www.vss-fds.ch
 





Sonderausstellung in unserem Nachbarschloss:

 

Lippenstift und Patrone. Frauen erobern die Jagd



13. Mai bis 14. Oktober 2018


In der Jägerschaft ist der Frauenanteil in den letzten Jahren merkbar gestiegen. Eine Modeerscheinung? Eine Modernisierung der Jägerwelt? Eine Chance, den Dialog mit der nicht jagenden Gesellschaft aufzunehmen und sich neu zu positionieren? Die neue Sonderausstellung hinterfragt Klischees, zeigt Hintergründe auf und lädt ein zu einem erlebnisreichen Rundgang – mit Schiessen!
Schweizer Museum für Wild und Jagd, Schloss Landshut
www.schlosslandshut.ch
 


©Naturhistorisches Museum Bern

 

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Dauerausstellungen

 
 

Bernische Wohnkultur 

Das mehrgeschossige Wohnmuseum unter den Dächern von Schloss Jegenstorf zeigt elegant ausgestattete Interieurs mit Möbeln, Gemälden, Uhren, Kachelöfen und weiteren Einrichtungsgegenständen bürgerlicher und patrizischer Haushalte des 17. bis 19. Jahrhunderts aus dem Raum der alten Stadt und Republik Bern. Das 18. Jahrhundert mit den Stilepochen Barock, Rokoko un Klassizismus bilden den Schwerpunkt. Spitzenwerke der Kunsthandwerkerfamilie Funk, Möbel aus den Ebenistenwerkstätten Äbersold und Hopfengärtner sowie die grösste Sammlung bernischer Porträts, darunter über fünfzig Gemälde von Emanuel Handmann, sind besonders hervorzuheben.
 
Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch
 

 


 

Rudolf von Tavel (1866–1934). Berner Mundartdichter

Der Berner Jurist und Journalist Rudolf von Tavel hat sich als erster Autor der Berner Mundart als schriftliche Ausdrucksform bedient. 1901 erschien «Jä gäll, so geit's!», sein Debütroman. Mit seinen zahlreichen Romanen und Erzählungen hat er das verloren gehende Stadtberndeutsch, die Sprache des Berner Patriziates und Bürgertums, für immer festgehalten. In seinen meist historischen Werken geht es oft um Liebe zwischen Menschen, die gesellschaftliche Schranken und Konventionen zu beseitigen vermag. Die Stiftung Schloss Jegenstorf präsentiert in ihrer Gedenkausstellung Möbel, Bilder und weitere Gegenstände aus dem Nachlass des Schriftstellers.

Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch
 

 


 

Erziehungsstaat Hofwyl
Leben und Werk des Philipp Emanuel von Fellenberg (1771–1844)

Der Berner Pädagoge und Ökonom Philipp Emanuel von Fellenberg hat in der bernischen, ja schweizerischen Geschichte einen bedeutenden Platz. Seine erzieherischen Ideen und landwirtschaftlichen Erfindungen hatten grosse Ausstrahlung in aller Welt. Es gab vielerorts Filialen seines Hofwiler Institutes bei Münchenbuchsee. Die Gedenkausstellung thematisiert seine Errungenschaften und präsentiert persönliche Objekte.
 
Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch
 

 
 
 

HINC FELICITAS – von hier das Glück

Die Dauerausstellung der Ökonomischen und gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern (OGG) thematisiert die ersten hundert Jahre ihrer Entstehungszeit (1759–1859). Die Besuchenden werden durch einen monumentalen Theatermiststock empfangen, über dem ein grosser Kristallleuchter prangt. Die Installation versinnbildlicht, dass die landwirtschaftlichen Reformbestrebungen der Ökonomischen Gesellschaft durch Mitglieder des Berner Patriziates initiiert und getragen wurden.

Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch