Sonderausstellungen

 


Unsere Frauen. Im Schloss gelebt, gedient, gehütet


bis 14. Oktober 2018



«Unsere Frauen» stehen für einmal im Zentrum. Ausgewählte Frauen quer durch die vergangenen Epochen, die mit Schloss Jegenstorf in Zusammenhang stehen. Sie stammen aus dem gehobenen Bürgertum und dem Patriziat wie die ehemaligen Schlossherrinnen und Herrschaftstöchter. Oder gehören der dienenden Schicht an wie die Köchin, das Dienstmädchen und die Wäscherin.

Hinzu kommen spannende Frauen, die in der Sammlung von Schloss Jegenstorf bildhaft vertreten sind. Darunter etwa die Amazone und Spionin Katharina von Wattenwyl oder die in der Pariser Gesellschaft hofierte Orientalin Aïssé. Einblicke in die Lebensbilder, Schicksale und Geschichten dieser und anderer weiblicher Charaktere widerspiegeln den Alltag und die Stellung der Frau in den vergangenen Jahrhunderten.

Die Sonderausstellung der Stiftung Schloss Jegenstorf, die durch das ganze Schloss führt, gipfelt zuoberst in einer Kabinettausstellung zu Ehren der verstorbenen Schweizer Frauenrechtlerin Marthe Gosteli (1917-2017). Mit der von ihr gegründeten Stiftung und des Archivs zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung hat sie den vielen vergessen Frauen ein Gedächtnis gegeben.

Wir bieten Führungen in D/F/E durch die Sonderausstellung an.

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Katharina von Wattenwyl ©Château de La Sarraz

 
 
 

Frauen aus den Archiven der Gosteli-Stiftung


bis 14. Oktober 2018


Die Kabinettausstellung ehrt die Schweizer Frauenrechtlerin Marthe Gosteli, die im Frühjahr 2017 in ihrem 100. Lebensjahr verstorben ist. Sie setzte sich zeitlebens für die Gleichberechtigung von Frau und Mann ein. Massgeblich trug sie zur Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz bei. Ihr Ziel war es, all den vergessenen Frauen ein Gedächtnis zu geben und die Erinnerung an ihr Tun lebendig zu halten. So gründete sie 1982 ihr Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung in ihrem Wohnhaus in Worblaufen, wo sie aufgewachsen ist. Es hütet über 400 Bestände von Schweizer Frauenorganisationen, Frauenverbänden und einzelnen Frauen, die in Politik, Wirtschaft, Bildung, Kultur, Gesellschaft und Familie eine wichtige Rolle gespielt haben.

In der Kabinettausstellung sind zwölf ausgewählte, ganz unterschiedliche Frauenporträts zu sehen, welche die Vielfalt der aktiven Frauen im 19. und 20. Jahrhundert optimal widerspiegeln.

 Neben Marthe Gosteli sind dies weitere elf bedeutende Schweizerinnen: Marie Boehlen, Else Züblin-Spiller, Getrud Lutz-Fankhauser, Elisabeth Anna Feller, Ida Somazzi, Helene Stucki, Anna Louise Grütter, Gerda Stocker-Meyer, Agnes Debrit-Vogel, Gertrud Heinzelmann und Emanuele Meyer-Schweizer. Foto- und Textmaterial werden durch eine Dokumentarfilmvorführung sowie diverse Objekte von und zu den ausgewählten Frauen und deren Schaffen ergänzt.

Die thematische Erweiterungsschau zu «Unsere Frauen» (siehe oben) wird von der Gosteli-Stiftung kuratiert.

Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch

 
 

Klöppelkunst – echt Spitze!


1. bis 19. August 2018

Kunsthandwerk aus Frauenhand – zwischen Tradition und Moderne: Verschiedenste herausragende und prämierte Schweizer Spitzenarbeiten ausgestellt in den Interieurs von Schloss Jegenstorf (Grosser Salon, Bibliothek und Wernersaal). Die Sonderausstellung, kuratiert von Annelis Bieri, Klöppelleiterin Vereinigung Schweizerischer Spitzenmacherinnen VSS, wird ergänzt durch Präsentationen von Klöpplerinnen aus Jegenstorf und Umgebung, die in den Ausstellungsräumen ihre Spitzenkunst täglich live vorführen.

Ein Höhepunkt der kleinen Sonderausstellung bildet der «Tag der Spitze» der Vereinigung Schweizerischer Spitzenmacherinnen VSS am Sonntag, 5. August, 11 bis 17 Uhr. Zudem findet am Freitag, 3. August, ein Klöppelworkshop für Kinder statt. 
www.vss-fds.ch
 





Sonderausstellung in unserem Nachbarschloss:

 

Lippenstift und Patrone. Frauen erobern die Jagd



13. Mai bis 14. Oktober 2018


In der Jägerschaft ist der Frauenanteil in den letzten Jahren merkbar gestiegen. Eine Modeerscheinung? Eine Modernisierung der Jägerwelt? Eine Chance, den Dialog mit der nicht jagenden Gesellschaft aufzunehmen und sich neu zu positionieren? Die neue Sonderausstellung hinterfragt Klischees, zeigt Hintergründe auf und lädt ein zu einem erlebnisreichen Rundgang – mit Schiessen!
Schweizer Museum für Wild und Jagd, Schloss Landshut
www.schlosslandshut.ch
 


©Naturhistorisches Museum Bern

 

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Dauerausstellungen

 
 

Wohneleganz im Patrizierlandsitz  

In den bezaubernden Interieurs des ehemaligen Berner Patrizierlandsitzes warten Schätze, Trouvaillen und Geschichte(n) auf Entdeckung durch Besuchende jeden Alters. Das 18. Jahrhundert mit den Stilepochen Barock, Rokoko und Klassizismus bilden den Schwerpunkt der hochkarätigen Wohn- und Lebenswelten vergangener Zeiten. Besonders hervorzuheben ist die bis über die Landesgrenzen hinaus bekannte Edelmobiliarsammlung mit Spitzenwerken der Berner Kunsthandwerkerfamilie Funk und des in Bern tätigen Ebenisten Christoph Hopfengärtner. Unter den Dächern des Schlosses befinden sich die umfangreichste Sammlung barocker Kachelöfen aus der ganzen Schweiz und die grösste Sammlung bernischer Porträts, darunter über fünfzig Gemälde des bedeutenden Porträtisten Emanuel Handmann.
 
Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch
 

 


 

Rudolf von Tavel (1866–1934). Berner Mundartdichter

Der Berner Jurist und Journalist Rudolf von Tavel hat sich als erster Autor der Berner Mundart als schriftliche Ausdrucksform bedient. 1901 erschien «Jä gäll, so geit's!», sein Debütroman. Mit seinen zahlreichen Romanen und Erzählungen hat er das verloren gehende Stadtberndeutsch, die Sprache des Berner Patriziates und Bürgertums, für immer festgehalten. In seinen meist historischen Werken geht es oft um Liebe zwischen Menschen, die gesellschaftliche Schranken und Konventionen zu beseitigen vermag. Die Stiftung Schloss Jegenstorf präsentiert in ihrer Gedenkausstellung Möbel, Bilder und weitere Gegenstände aus dem Nachlass des Schriftstellers.

Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch
 

 


 

Erziehungsstaat Hofwyl
Leben und Werk des Philipp Emanuel von Fellenberg (1771–1844)

Der Berner Pädagoge und Ökonom Philipp Emanuel von Fellenberg hat in der bernischen, ja schweizerischen Geschichte einen bedeutenden Platz. Seine erzieherischen Ideen und landwirtschaftlichen Erfindungen hatten grosse Ausstrahlung in aller Welt. Es gab vielerorts Filialen seines Hofwiler Institutes bei Münchenbuchsee. Die Gedenkausstellung thematisiert seine Errungenschaften und präsentiert persönliche Objekte.
 
Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch
 

 
 
 

HINC FELICITAS – von hier das Glück

Die Dauerausstellung der Ökonomischen und gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern (OGG) thematisiert die ersten hundert Jahre ihrer Entstehungszeit (1759–1859). Die Besuchenden werden durch einen monumentalen Theatermiststock empfangen, über dem ein grosser Kristallleuchter prangt. Die Installation versinnbildlicht, dass die landwirtschaftlichen Reformbestrebungen der Ökonomischen Gesellschaft durch Mitglieder des Berner Patriziates initiiert und getragen wurden.

Private Führungen auf Anfrage: 031 761 01 59, info@schloss-jegenstorf.ch