Ausstellungen
Sonderausstellungen 2010
General Henri Guisan. Zum 50. Todestag
8. Mai bis 10. Oktober 2010
Die Gedenkausstellung erinnert an den populären und charismatischen Oberbefehlshaber der Schweizer Armee zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, Henri Guisan (1874–1960). Dieser verlegte am 9. Oktober 1944 seinen Kommandoposten von Interlaken nach Jegenstorf. Von Schloss Jegenstorf aus lenkte er bis zum Kriegsende die Geschicke der Schweizer Armee. Unter den zahlreichen originalen Exponaten aus privater und öffentlicher Hand befinden sich neben Fotografien, Briefen, Film- und Tonmaterialien sowie Gemälden auch persönliche Gegenstände wie die Uniform des Generals samt Hut und Stiefeln.
Rahmenprogramm: siehe «Veranstaltungen»
Das Schloss Jegenstorf. Erlebt von Ingeborg von Erlach
25. Juli bis 10. Oktober 2010
Ingeborg von Erlach feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag. Zu diesem Anlass widmet die bekannte Berner Künstlerin dem Schloss Jegenstorf – einst im Besitz der Familie von Erlach – eine Sonderausstellung. Bunte, heitere Collagen und Aquarellzeichnungen geben das altehrwürdige Schloss so wieder, wie es sich dem inneren Auge der Künstlerin offenbarte. Sie eröffnen einen völlig neuen, frischen Blick auf die Schlossanlage samt Park und Interieurs. Dreidimensionale Objekte aus Holz – Tiere, Menschen und Alltagsgegenstände – warten in verschiedenen Ecken und Winkeln darauf, entdeckt zu werden und hauchen dem Schloss durch ihre überraschende Präsenz neues Leben ein.
Dauerausstellungen
HINC FELICITAS - von hier das Glück
1759-1859 die ersten hundert Jahre der Ökonomischen Gesellschaft in Bern. Dauerausstellung der Ökonomischen und gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern (OGG).
Die Ausstellung zeigt – in einem zeitlichen Querschnitt und mit dem Fokus auf die Gegend von Jegenstorf – die Berner Verhältnisse zur Zeit der Gründung der Ökonomischen Gesellschaft im mittleren 18. Jahrhundert. Im würfelförmigen Raum des zweitobersten Turmgeschosses wird der Besucher durch einen monumentalen Theatermiststock empfangen, über dem ein grosser Kristallleuchter prangt. Mit diesem Bild soll auf den Punkt gebracht werden, dass die zum Teil handfesten landwirtschaftlichen Reformbestrebungen der Ökonomischen Gesellschaft nicht zuletzt durch Mitglieder des Berner Patriziates initiiert und getragen wurden. An der Südwand wird die Reihe der insgesamt 17 quadratischen Schaukästen mit einem Schnitt durch das Pfarrhaus Jegenstorf eröffnet, in dessen Studierstube Pfarrer Dysli den Umfragebogen der Volkszählung von 1764 ausfüllt und damit der Obrigkeit wichtige Angaben zum Zustand der Landesökonomie lieferte. Dieser, und alle folgenden Schaukästen erzählen – in Wort und Bild – je eine kleine Geschichte zu einem Teilaspekt des Themas.
Erziehungsstaat Hofwyl
Leben und Werk des Philipp Emanuel von Fellenberg (1771-1844)
Der Berner Pädagoge und Ökonom Philipp Emanuel von Fellenberg hat in der bernischen, ja der schweizerischen Geschichte einen besonderen Platz, indem er durch seine Person und Tätigkeiten unserem Land Zeit seines Lebens grosse Ausstrahlung in aller Welt verlieh. Seine erzieherischen Ideen und landwirtschaftlichen Erfindungen waren in allen Kontinenten präsent – es gab vielerorts Filialen seines Hofwiler Institutes.
Rudolf von Tavel (1866-1934). Berner Mundartdichter
Beinahe zufällig entdeckte der Jurist und Journalist Rudolf von Tavel 1901 mit seinem berndeutschen Erstlingsroman "Jä gäll, so geit's!" die Mundart als seine ureigenste schriftliche Ausdrucksform. Mit seinen zahlreichen Romanen und Erzählungen hat er das verloren gehende Stadtberndeutsch, die Sprache des Berner Patriziates und Bürgertums, für immer festgehalten. In seinen meist historischen Werken geht es oft um Liebe zwischen Menschen, die gesellschaftliche Schranken und Konventionen zu beseitigen vermag. Die Stiftung Schloss Jegenstorf präsentiert in ihrer Dauerausstellung Möbel, Bilder und weitere Gegenstände aus dem Nachlass des Schriftstellers Rudolf von Tavel.
Dorfmuseum Jegenstorf
In der Schlossscheune beim Schloss Jegenstorf befindet sich das Dorfmuseum. Thematisch konzentriert es sich auf wechselnde Ausstellungen, die sich im Allgemeinen auf die verschiedenen Aspekte des täglichen Lebens bzw. der Dorfgeschichte beziehen und sich in einem Dreijahreszyklus ablösen. Die Ausstellung «mit Haut und Haar» läuft noch bis Ende 2010 und zeigt den Werdegang des Leders von der Gerbung (in der ehemaligen Gerberei May) bis zu seiner Verarbeitung beim Sattler (Bärtschi / Knuchel), beim Kürschner (Samuel) und beim Buchbinder (Maria Hugentobler). Die Ausstellung wird mit Fertigprodukten aus diesen Handwerken ergänzt.
Im historischen Waschhaus, wo sich das Schloss-Café niedergelassen hat, sind Keramiken – auch aus der ehemaligen Töpferei Häberli in Jegenstorf - und die Bearbeitung von historischen Textilien ausgestellt.
Mai bis Oktober, sonntags 14 - 17 Uhr
Führungen und Sonderöffnungen auf Anfrage jederzeit möglich.
Telefon 031 761 35 36