Sonderausstellungen
siehe Vorschau
Dauerausstellungen
Rudolf von Tavel (1866–1934). Berner Mundartdichter
Beinahe zufällig entdeckte der Jurist und Journalist Rudolf von Tavel 1901 mit seinem berndeutschen Erstlingsroman "Jä gäll, so geit's!" die Mundart als seine ureigenste schriftliche Ausdrucksform. Mit seinen zahlreichen Romanen und Erzählungen hat er das verloren gehende Stadtberndeutsch, die Sprache des Berner Patriziates und Bürgertums, für immer festgehalten. In seinen meist historischen Werken geht es oft um Liebe zwischen Menschen, die gesellschaftliche Schranken und Konventionen zu beseitigen vermag. Die Stiftung Schloss Jegenstorf präsentiert in ihrer Dauerausstellung Möbel, Bilder und weitere Gegenstände aus dem Nachlass des Schriftstellers Rudolf von Tavel.
Erziehungsstaat Hofwyl
Leben und Werk des Philipp Emanuel von Fellenberg (1771–1844)
Der Berner Pädagoge und Ökonom Philipp Emanuel von Fellenberg hat in der bernischen, ja der schweizerischen Geschichte einen besonderen Platz, indem er durch seine Person und Tätigkeiten unserem Land Zeit seines Lebens grosse Ausstrahlung in aller Welt verlieh. Seine erzieherischen Ideen und landwirtschaftlichen Erfindungen waren in allen Kontinenten präsent – es gab vielerorts Filialen seines Hofwiler Institutes.
HINC FELICITAS – von hier das Glück
1759–1859 die ersten hundert Jahre der Ökonomischen Gesellschaft in Bern. Dauerausstellung der Ökonomischen und gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern (OGG).
Die Ausstellung zeigt – in einem zeitlichen Querschnitt und mit dem Fokus auf die Gegend von Jegenstorf – die Berner Verhältnisse zur Zeit der Gründung der Ökonomischen Gesellschaft im mittleren 18. Jahrhundert. Im würfelförmigen Raum des zweitobersten Turmgeschosses wird der Besucher durch einen monumentalen Theatermiststock empfangen, über dem ein grosser Kristallleuchter prangt. Mit diesem Bild soll auf den Punkt gebracht werden, dass die zum Teil handfesten landwirtschaftlichen Reformbestrebungen der Ökonomischen Gesellschaft nicht zuletzt durch Mitglieder des Berner Patriziates initiiert und getragen wurden. An der Südwand wird die Reihe der insgesamt 17 quadratischen Schaukästen mit einem Schnitt durch das Pfarrhaus Jegenstorf eröffnet, in dessen Studierstube Pfarrer Dysli den Umfragebogen der Volkszählung von 1764 ausfüllt und damit der Obrigkeit wichtige Angaben zum Zustand der Landesökonomie lieferte. Dieser, und alle folgenden Schaukästen erzählen – in Wort und Bild – je eine kleine Geschichte zu einem Teilaspekt des Themas.